Der Titel I48.9 bezieht sich auf den ICD-Code für Vorhofflimmern und Vorhofflattern. In diesem Projekt wird die Diagnose zur Metapher für Unregelmäßigkeit und Vergänglichkeit – dafür, wie wir leben, fühlen und wahrnehmen. Als Soloprojekt, das fünf Werke für Schlagzeug und Elektronik vereint, nimmt I48.9 innere Unruhe, Reizüberflutung und Optimierungsdruck zum Ausgangspunkt. Akustische Klänge werden elektronisch verfremdet, bis das Vertraute seine Kontur verliert; so geraten Strukturen ins Rutschen, brechen auf und verdichten sich erneut – bis Erschöpfung spürbar wird.



Fotos: Carolin Daub

