S-K-A-M e.V. fördert aktuelle, experimentelle und querständige Musik in der Metropolregion Stuttgart und veranstaltet die Konzertreihe K-R-A-M.

Gründungsversammlung am 17. Januar, 2015
Das „Stuttgarter Kollektiv für aktuelle Musik“ S-K-A-M e.V. bündelt seit 2015 die freie Szene der neuen, experimentellen und improvisierten Musik im Großraum Stuttgart und wird seit 2018 von der Stadt Stuttgart institutionell gefördert. Aktuell hat der Verein ca. 80 Mitglieder mit weiter steigender Tendenz. Durch die Präsenz der Musikhochschule mit dem Campus Gegenwart und ihrem Ausbildungsschwerpunkt Neue Musik, ist Stuttgart ein Magnet für interessante Talente in diesem Bereich geworden, die anschließend in unserem Verein eine Plattform für weitere Entwicklungsmöglichkeiten vorfinden. S-K-A-M steht dieser wachsenden Gemeinschaft professioneller Musiker*innen der in Stuttgart basierten Szene als Plattform zur Verfügung.
In einer Zeit, in der die Arbeitschancen für Musiker*innen dieses Genres in Stuttgart stark rückläufig waren, ist S-K-A-M in die Bresche gesprungen. Es gelang uns, durch Bündelung von Aktivität und das Sichtbar-Machen von Qualität diese Entwicklung umzukehren. Unser Ziel ist es, diese von uns ins Rollen gebrachte dynamische Entwicklung weiter zu beflügeln und die Präsenz dieser lebendigen Szene im Stuttgarter Raum zu intensivieren. Zu diesem Zweck veranstaltet S-K-A-M die Konzertreihe KRAM und weitere Veranstaltungen, in deren Rahmen Projekte der Mitglieder realisiert, Kompositionsaufträge vergeben und uraufgeführt und interdisziplinäre Kunstformen produziert werden. Mit Veranstaltungen an verschiedenen Orten, insbesondere auch im öffentlichen Raum, werden die vielfältigen Aktivitäten im Bereich der aktuellen Musik einem breiten Publikum zugänglich macht. S-K-A-M arbeitet intensiv daran, aktuelle Musiksprachen aus der Exklusivität herauszuheben und sie außerhalb eines eingeschworenen Zirkels von Experten erlebbar zu machen. Damit fördert S-K-A-M die Tonkunst als gesellschaftliche Kraft, die ihren Teil zum Zusammenhalt der Kultur tatkräftig beiträgt.
Das Kollektiv versteht sich als eine aktiv von Mitgliedern getragene Plattform, die die Ausstrahlung ihrer künstlerischen Arbeit durch Arbeitsausschüsse, Projektgruppen, Networking und Publikationen befördert. Anschubfinanzierungen für Projekte vergrößern den Aktionsradius unserer Künstler*innen und ermöglichen zunehmend auch deren internationale Aktivitäten. In der Stadt verbinden uns intensive Kooperationen mit Institutionen wie Kunstraum 34, Galerie AKII, Gedok Stuttgart, JES, MdJ, HMDK Stuttgart. Die Bekanntheit und Ausstrahlung von S-K-A-M ist längst über die Grenzen der Stadt hinaus gewachsen, wie wir anhand von Anfragen sowie Anschlussprojekten der Mitglieder gut nachvollziehen können. Bereits realisierte Austauschprojekte mit Ländern wie Chile, Rumänien, Korea oder der Ukraine schärfen das Profil Stuttgarts als Neue Musik Stadt von überregionaler Ausstrahlung.
SKAM Mission Statement
In Stuttgart findet sich eine reiche Landschaft an Solist*innen und freien Ensembles der neuen und experimentellen Musik. S-K-A-M ist ein Netzwerk für diese Protagonist*innen, das den Austausch der verschiedenen „Szenen“ befördern will – und zwar sowohl in rein praktischen Fragen als auch im ästhetischen Diskurs.
Unser Ziel ist es, die Vielfalt der Akteur*innen der zeitgenössischen Tonkunst in Stuttgart sicht- und hörbar zu machen. Dabei ist der Gedanke des Prozesshaften für uns zentral: Wir ermutigen zu einer experimentellen Haltung – mutig, riskant, offen auch für das Scheitern. Wie Beckett sagte: „Try again. Fail again. Fail better.”
Wir ermöglichen einen produktiven Diskurs, der die teilhabenden Protagonist*innen zum Hinterfragen bzw. Erweitern der eigenen Position ermutigt.
Dazu unterstützen wir die Diversität der Herangehensweisen an Musik: verschiedenste Ästhetiken, Methoden und Körper. Wir vernetzen Menschen, Initiativen und Orte, teilen Wissen, Infrastruktur und Sichtbarkeit.
Neue Musik braucht Öffentlichkeit – Bühnen, Gespräche, Hörgelegenheiten – damit sie klingen, irritieren, trösten und verändern kann. Vernetzung ist für uns beides: Produktionsmotor und Schutzraum, in dem Ressourcen zirkulieren und Gemeinschaft entsteht.
Unsere Überzeugung ist es, dass Kunst und Musik zunächst und vor allem zweckfrei bleiben müssen und einen inhärenten Wert besitzen. Wir verteidigen die Freiheit der Kunst gegen ökonomische, politische und institutionelle Verengungen. Wir schaffen Bedingungen, in denen neue Musik entstehen kann: faire Bezahlung, geschützte Prozesse und transparente Entscheidungen.
In unseren Aktivitäten verweisen wir darauf, dass musikalische Erlebnisse – und damit gemeinsam erlebte Momente – einen gesellschaftlichen Mehrwert haben. Sie schaffen den Raum, in dem die Gesellschaft die Grundlagen ihres Zusammenlebens verhandelt.
